
Beratung oder Supervision – was passt zu Ihnen?
Manchmal braucht es Fachwissen von außen, manchmal Raum für Reflexion – und manchmal beides.
Beratung hilft Ihnen, konkrete Fragestellungen zu analysieren und praktische Lösungen zu entwickeln – etwa bei Konflikten, in Veränderungsprozessen oder in schwierigen Führungssituationen.
Supervision schafft Raum, das eigene berufliche Handeln zu reflektieren: Wie wirke ich? Wie gehe ich mit belastenden Situationen um? Was will ich verändern? So sichern Sie langfristig die Qualität Ihrer Arbeit – und Ihre eigene Gesundheit.
Beide Formate gibt es einzeln oder im Team, vor Ort oder online. Welches Format zu Ihnen passt, kläre ich mit Ihnen in einem kostenlosen Erstgespräch.
🎞️ Worum es geht und wie ich arbeite
📄 Transkript: Beratung und Supervision – worum es geht
Thema Beratung und Supervision für Einzelpersonen, Führungskräfte und Teams. Primär beruflich – aber natürlich ist es auch möglich, private Themen mit einfließen zu lassen.
Ich persönlich bin Anhänger der Systemtheorie. Sprich: Wenn eine Person im Team oder auch die Führungskraft ein tendenziell ungewöhnliches Verhalten an den Tag legt, hat das meiner Erfahrung nach meistens etwas mit dem ganzen System zu tun – mit der Organisation oder mit dem ganzen Team. Die erste Frage, die ich stellen würde, ist: Wer profitiert von diesem Konflikt?
Supervisorisch gedacht bin ich eher etwas emotionaler als vielleicht manch andere im Kollegium. Ich bin Verfechter der Transaktionsanalyse und binde als solcher meine eigenen Gefühle mit in die Reflexion ein – also: Was löst es aus? Und ich versuche, das zurückzuspiegeln.
Wenn Sie neugierig geworden sind oder Interesse haben, nehmen Sie gerne Kontakt zu mir auf, und wir besprechen die weiteren Details.
📖🧭 Meine Angebote im Überblick
Impulse aus der Praxis
Kurze Fachvideos: Wissen aus Beratung und Supervision zum Mitnehmen.
🎞️ Der schwierige Kollege & Wertschätzung im Team
📄 Transkript: Der schwierige Kollege
Thema: Der schwierige Kollege – oder aber doch das System dahinter? Im Auftrag steht beispielsweise ein Name. Ein Kollege gilt als schwierig, und ich soll dem Team beibringen, wie es mit ihm besser umgehen kann.
Ich mache das aber nicht sofort. Ich frage vorher etwas ganz anderes: Seit wann ist der denn schwierig? Oder: Was war denn vorher da? In sehr vielen Fällen kommt dann: seit der Umstrukturierung, seit die Stelle nicht nachbesetzt wurde, seit zwei Leitungen ihm Widersprüchliches sagen.
Nun, das entschuldigt sein Verhalten natürlich nicht. Ein Team muss sagen dürfen, was nicht geht. Aber es verändert die Fragestellung. Die Schuldfrage lautet: Wie gehen wir mit ihm um? Die Supervisionsfrage lautet: Was in unserem System hält dieses Verhalten am Laufen?
Der Unterschied ist praktisch und nicht philosophisch. Denn bei der ersten Frage ändert sich meistens nichts, weil eine einzelne Person das System nicht ändern kann. Bei der zweiten Frage kommen manchmal Antworten heraus, die mit ihm gar nichts zu tun haben.
Deshalb frage ich nie zuerst nach der Person. Ich frage nach dem Zeitpunkt. Denn der sagt mehr über das System aus als über den Kollegen.
📄 Transkript: Wertschätzung im Team
Thema: Wertschätzung im Team – warum Lob oft nicht so ankommt, wie es gemeint ist. Ein Pfleger hat mir einmal gesagt: „Ich kriege jedes Jahr eine Dankeskarte, aber ich weiß bis heute nicht, ob es einen Unterschied macht, ob ich überhaupt da gewesen bin.“
Nun, das klingt undankbar, oder? Ist es aber nicht. Denn das sind zwei völlig verschiedene Dinge. Lob sagt: Du machst deine Arbeit gut. Das Gefühl, dass man zählt, ist etwas anderes. Es besteht aus zwei Teilen: Erstens: Ich werde wahrgenommen. Und zweitens: Mein Beitrag verändert etwas.
Eine Dankeskarte an alle bedient keinen dieser beiden Teile. „Danke für Ihren Einsatz“ ist an niemanden gerichtet.
Der Unterschied ist dabei erstaunlich klein: nicht „Danke für Ihren Einsatz“, sondern beispielsweise die Art, wie Sie gestern mit den Angehörigen von Frau Meier gesprochen haben – das hat die Situation gerettet. Ein Satz. Eine konkrete Person. Eine konkrete Handlung. Eine konkrete Wirkung.
Ich erlebe in Supervisionen immer wieder Teams, die sich nicht mehr Wertschätzung wünschen – sie wünschen sich genauere. Denn die wirksamste Wertschätzung ist nicht die größte. Es ist die genaueste.
Häufige Fragen (FAQ)
Was ist der Unterschied zwischen Beratung und Supervision?
Beratung liefert fachliche Antworten und konkrete Empfehlungen zu einer definierten Fragestellung – etwa zu Sicherheitskonzepten, Deeskalation oder Teamstrukturen, meist in ein bis drei Terminen. Supervision ist ein längerfristiger Reflexionsprozess über das eigene berufliche Handeln, einzeln oder im Team.
Wie oft findet Supervision statt?
In der Regel ein bis zwei Stunden alle sechs bis acht Wochen – der Rhythmus wird individuell mit dem Team vereinbart.
Sind Beratung und Supervision auch online möglich?
Ja. Beide Formate finden wahlweise bei Ihnen vor Ort oder per Videokonferenz statt; auch ein Wechsel zwischen beidem ist möglich.
Was kostet eine Beratung oder Supervision?
Das hängt von Format, Dauer und Teilnehmerzahl ab – und von der Trägerschaft. Für gemeinnützige Einrichtungen, Vereine und geförderte Projekte gelten andere Sätze als für Unternehmen; wo Fördermittel vorhanden sind, schaue ich mir an, was sich damit abbilden lässt. Deshalb arbeite ich mit einer Spanne statt mit einer Preisliste. In einem kostenlosen, unverbindlichen Erstgespräch kläre ich Ihren Bedarf – anschließend erhalten Sie ein individuelles Angebot.
